Negative Gefühle? Klopfen Sie sich frei!

Eine sehr effektive Art, Ängsten und belastenden Situationen zu begegnen ist das Klopfen.
 
negative Gefühle? Klopfen Sie sich frei!
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Wann können Sie klopfen?

1. Im akuten Fall, wenn plötzlich Angst auftaucht.
2. Vorbeugend
3. Um positive Dinge zu verankern.
 

Wie gehen Sie vor?

Am besten erstellen Sie sich eine Liste von Situationen, die in irgendeiner Weise stressig oder belastend waren. Und dann fangen Sie an zu Klopfen. Gehen Sie dabei schrittweise vor und kreisen das Problem immer mehr ein.
 
Sie bearbeiten also nicht nur Ihre aktuellen Probleme sondern gleichzeitig auch all die Dinge, die Ihnen gar nicht bewusst waren und einfach dadurch, dass Sie mit dem Klopfen angefangen haben, hoch gekommen sind. So können Sie sicher sein, irgendwann den auslösenden Punkt zu treffen. Und nebenbei haben Sie gleich eine Menge anderer Dinge mit abgearbeitet, und Vorkehrung getroffen, dass diese erst gar nicht zum Problem werden können.
 
Wenn Sie genug Leidensdruck haben und so viele Punkte aufgeschrieben haben, dass Sie gut und gerne ein halbes Jahr lang täglich klopfen könnten, sollten Sie umgehend damit anfangen.

 

Woher weiß ich die Ursachen meiner Probleme?

 
Woher weiß ich, wenn ich bestimmte Ängste oder Probleme habe, welche Situation ursprünglich ausschlaggebend war? Meistens weiß man das gar nicht so konkret. Sie können aber davon ausgehen, dass, wenn Sie hartnäckige Probleme haben, es dafür eine ganze Reihe von Ursachen gibt. Das sind dann Situationen, in denen die Gefühle der ehemaligen Situationen wirken, und Sie sie bemerken, weil sie durch aktuelle Situationen wieder wachgerufen werden. Sie fühlen sich ängstlich, traurig, wie erdrückt, hilflos, mutlos, untergejocht… Diese Gefühle sind in Ihnen abgespeichert, es reicht ein Auslöser, und schon sind sie wieder präsent.

 

So können Sie starten.

 
Erstellen Sie eine Liste mit mindestens 30 Punkten. Und lassen Sie sich nicht entmutigen, 10 oder 20 Punkte tun es zu Anfang auch. Sie können sicher sein, sobald Sie einmal losgelegt haben, werden neue Punkte dazu kommen. Nehmen Sie sich vor, für jedes Problem  3 Runden zu klopfen und nicht vorher aufzuhören.
 
Schauen Sie sich das erste Problem Ihrer Liste an, und geben Sie der Situation einen Namen in Form einer Überschrift oder eines Arbeitstitels. Danach bestimmen Sie die Intensität. Bewerten sie auf  einer Skala von 1 bis 10, wobei 10 der maximal unangenehmste Wert ist. Also wenn Sie an die Situation denken, fühlen sie z.B. Traurigkeit (10), Hilflosigkeit (5), Verzweiflung (7) usw. Wünschenswert ist nach dem Klopfen es bei 1 oder 2 zu landen.
 

Wie anwenden:

 
A. Problem und Intensität benennen
B. Vorbereitung:
 
Dann klopfen Sie die Handkante, wobei Sie den Arm angewinkelt vor Ihre Brust halten,  die  Hand gestreckt nach oben und mit den Fingern der anderen Hand dagegen klopfen. Dabei sagen Sie: Ich liebe und akzeptiere mich voll und ganz auch wenn ich …(z.B. Angst habe, … zu machen). Das wiederholen Sie 3 x und dann klopfen Sie die folgenden Punkte in der aufgelisteten Reihenfolge:
 
1. Punkt: Gehen Sie am Nasenflügel senkrecht nach oben, dort treffen Sie auf die Augenbraue, diesen Punkt klopfen Sie mit dem Zeige- oder Mittelfinger und sagen dabei: Angst … zu machen.
 
2. Punkt: Hierzu gehen Sie von der Augenbraue runter zum Jochbein genau außen, dort, wo die gedachte Verlängerung der Augenbraue und das Jochbein zusammentreffen, genau neben dem Auge. Diesen Punkt klopfen Sie mit dem Zeige- oder Mittelfinger und sagen dabei: Angst … zu machen.
 
3. Punkt: Unter dem Auge auf dem Jochbein. Diesen Punkt klopfen Sie mit dem Zeige- oder Mittelfinger und sagen dabei: Angst … zu machen.
 
4. Punkt: Unter der Nase zwischen Nase und Oberlippe. Diesen Punkt klopfen Sie  mit dem Zeige- oder Mittelfinger und sagen dabei: Angst … zu machen.
 
5. Punkt: Unter der Lippe in der Mitte zwischen Kinn und Lippe. Diesen Punkt klopfen  Sie mit dem Zeige- oder Mittelfinger und sagen dabei: Angst … zu machen.
 
6. Punkt: Schlüsselbeinpunkt, von der Kuhle aus 3 fingerbreit nach unten leicht zur Seite versetzt. Diesen Punkt klopfen Sie, indem Sie alle 5 Finger    zusammennehmen und sagen dabei: Angst … zu machen.
 
7. Punkt: Auf Höhe der Brustwarze unterhalb der Achsel. Diesen Punkt klopfen Sie mit der Handfläche und sagen dabei: Angst … zu machen.
 
8. Punkt: Auf dem Kopf, der höchste Punkt zwischen den Ohren. Diesen Punkt klopfen Sie mit der Handfläche und sagen dabei: Angst … zu machen.
 
Nach Punkt 8 fangen Sie wieder mit Punkt 1 an, davon machen Sie drei Durchläufe. Fühlen Sie jetzt noch einmal in sich hinein, und erspüren Sie die Intensität und bewerten Sie sie neu auf der Skala von 1 bis 10. Vermutlich sind Sie ganz erstaunt, dass die Intensität auf der Skala abgenommen hat! Machen Sie solange weiter, bis Sie auf der Skala bei 1 oder 2 landen, so dass Sie kein unangenehmes mehr Gefühl haben, wenn Sie an die Situation denken. Sie berührt Sie nicht mehr und fühlt sich neutral an. Herzlichen Glückwunsch, Sie haben dieses Thema aufgelöst.

 

Es gibt verschiedene Ebenen, auf denen Reaktionen stattfinden können.

 
Bedenken Sie, dass es verschiedene Eben gibt, auf denen Reaktionen stattfinden können. Die Körperebene, auf der der Körper auf Angst mit Schweißausbrüchen, Schwindelgefühlen, trockener Kehle, Denkblockaden… reagiert.
Dazu korrespondierend die Gefühlsebene mit dem Gefühl ein Versager zu sein, nie die rechte Antwort zu wissen, Wut zu empfinden…
Haben Sie z.B. Angst vor Reden in der Öffentlichkeit, denken Sie über die biographische Ebene nach: Was war das für ein Gefühl,  als Sie den Vortrag halten sollten:  beklemmend, rot geworden, Schweißausbrüche, ein Kollege musste übernehmen, ausgewechselt, nutzlos, wie ein Versager…
 
Machen Sie sich klar, dass diese Gefühle nicht von anderen ausgelöst werden, sondern von Ihnen selber. Sie reagieren auf Situationen, die aus Ihnen heraus wirken, aufgrund von Erfahrungen, die Sie gemacht haben. Stellen Sie sich das vor wie ein Lämpchen, das jedes Mal angeht, wenn Sie…machen.
 
Und dann klopfen Sie 3 Mal: Ich liebe und akzeptiere mich von ganzem Herzen, auch wenn das Referat voll in die Hose gegangen ist, und die Erinnerung daran eine total bedrohliche Erfahrung ist, und ich mich nutzlos gefühlt habe und vollkommen wertlos, auswechselbar und peinlich für die Anwesenden, weil ich das Referat total vergeigt habe. Finden Sie eine Überschrift: nutzlos, auswechselbar, wertlos, bedrohlich und gehen Sie die Punkte von 1 bis 8 durch.

 

Klopfen Sie Erfolg in Ihr Leben

 
Irgendwann werden Sie Ihre „Negativ“-Liste abgearbeitet habe. Dann können Sie sich den schönen Dingen des Lebens zuwenden. Klopfen Sie ruhig positive Dinge, die sich dadurch noch besser verankern und den Körper positiv aufladen. Dazu nutzen Sie die obige Anleitung und klopfen Punkt 1 bis 8 für jedes positive Erlebnis ein Mal, das Klopfen der Handkante lassen Sie dabei weg.
 
Klopfen Sie auf den tollen Tag, den Sie erleben durften, das nette Gespräch mit dem Nachbarn, die Nacht, in der Sie gut geschlafen haben. Oder Sie erfreuen sich an dem jugendlichen Pöbel, der Ihnen im Bus seinen Sitzplatz angeboten hat, das kleine Kind, das Sie aus dem Kinderwagen heraus angestrahlt hat und so weiter. Es gibt unendlich viele Dinge, die unser Herz erfreuen und mit all diesen Dingen können wir unser persönliches Erfolgskonto füllen.
 
Sicher finden Sie, sobald sich Ihre Aufmerksamkeit geschärft hat, leicht 5 Dinge oder sogar mehr, die positiv gelaufen sind, und die es wert sind, sie erfolgreich zu verankern. Und wenn Sie sich dazu vor den Spiegel stellen, wirkt es noch besser!
 
 
 

1 Kommentar

  1. Peter
    Jun 11, 2014

    Interessanter Artikel, vielen Dank für die hilfreichen Tipps, da kann ich gut was mit anfangen.
    Gruß Peter

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